Stilles Zürich

Die Idee

Zürich still? Auf den ersten Blick sind Stadt und Stille Gegensätze. Die Stadt tost und braust – Stadt, das ist Arbeit, Lärm und Alltag. Stille suchen die Stadtmenschen anderswo, in der Natur, in den Bergen und im Wald. Weltweit aber sind die Städte nicht nur ein Arbeitsort sondern auch ein Zuhause für viele Menschen. Entweder städtisch oder still?

Jenseits eines Entweder-Oder scheint es den Verantwortlichen für STILLES ZÜRICH spannender, die Stille in der Stadt zu pflegen, als Erfahrung, als Einladung und als Teil von individuell-gemeinsamer Lebensqualität. Gutes Leben wächst mit den Momenten der Stille, so sind die Organisatorinnen und Organisatoren überzeugt.

Wir laden Sie ein, eine Woche lang der Stille auf verschiedene Arten zu begegnen und deren Lebensqualität zu erkunden.

Sie können Einführungen besuchen, in denen eine Zen-Buddhistin oder ein Christ ihnen etwas davon näher bringt, was Stille als Weg bedeutet. Sie lauschen im urbanen Kontext stillen Klängen, diskutieren über Stille mit Tieren oder suchen stille Momente im Kreis 5. Oder Sie nehmen an einem Stadtrundgang teil, der Sie still an Orte in Zürich bringt, die Sie so noch nicht entdeckt haben.

Wir glauben:

Stille lässt Menschen und Ereignisse sich entfalten.

Sie macht möglich, dass wir uns selbst und die Menschen und Dinge um uns herum wahrnehmen.

Stille schafft Inseln mitten in der Stadt und mitten im eigenen Leben.

Seit Jahrtausenden wissen die Weltreligionen um diesen Schatz und, dass es sich lohnt die Stille in den Alltag hineinwachsen zu lassen.

Wer steht dahinter?

Die Verantwortlichen für das Stille Zürich sind Menschen aus verschiedenen religiösen und spirituellen Richtungen, mit einem grossen Herzen für stille Momente.

Es sind Christinnen und Buddhisten – Juden, Yogis und Suchende.

Um die Woche institutionell zu verankern, wurde – initiiert von der reformierten Kirche im Kanton Zürich – der Verein Stilles Zürich gegründet. Er koordiniert und trägt diese Woche.

Die Präsidentin des Vereins, Tanja Gentina, meint:

„Stille ist in vieler Munde. Auch in Zürich. Und nicht nur bei Stille-Liebenden und -Suchenden. So freuen wir uns, eine Woche lang unsere Stadt mit einer bunten Palette von Stille-Stellen und -Stunden zu bespicken und ein stilles Netz über sie zu spannen.“

 

 

Kommentare

  • Liebe Verantwortliche für das „Stille Zürich“,

    Was für eine wunderbare Idee, stille Momente und Orte zu schaffen in einer Stadt wie Zürich. Das spricht mich sehr an, denn ich arbeite selber in und mit der heilsamen Kraft der Stille: Stilles Familienstellen heisst die Arbeit, die ich seit vielen Jahren kenne und selber anbiete (siehe http://www.stillesfamilienstellen.ch).

    Habt ihr noch weitere solche Wochen geplant? Ich nehme an, das Programm für diese Woche der Stille steht ja schon. Oder gibt es andere Möglichkeiten einer Zusammenarbeit bzw. einer aktiven Teilnahme? Ich bin sehr interessiert!

    Ich würde mich sehr freuen, von Ihnen zu hören.
    Herzliche Grüsse
    Heidi Brechbühler

  • Eine wunderbare Idee! Jenseits von „entweder-oder“…..das gefällt mir total. Darum geht es! Nicht das eine auszuschliessen, weghaben wollen, um das andere zu leben.

    Ich wohne zwar nicht mehr in Zürich, sondern in Winterthur, doch Zürich ist meine alte Heimat, bin dort geboren und aufgewachsen und somit noch sehr mit dieser Stadt verbunden. Und jetzt total stolz, dass Zürich etwas zelebriert, was mir so am Herzen liegt. Schön und herzlichen Dank alle die das initiieren.

  • Eine mutige Idee , die mir Mut macht. Ich freue mich sehr dass ich davon erfahre und die Gelegenheit habe als Zeitzeugin und Zaungast, in Stille die Stille einzuatmen- auszuatmen- einzuatmen…
    Danke.

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